Skyscanner präsentiert

Das Reisen der Zukunft

Raumschiff ist startbereit

Frühjahr 2024

Wieder nur schlechte Nachrichten auf dem 3D Apple TV und der Arbeitstag ist lang und mühselig. TOM (Traveller of the Millennium - Reisender des Jahrtausends) schaltet das gestengesteuerte Gerät mit einer Handbewegung ab und seufzt. Er braucht eine Pause.

Nach all den 60-Stunden-Wochen sagen auch seine MeTube-Benachrichtigungen, dass er einfach mal abschalten sollte.

Seine virtuelle Mitbewohnerin Siri erkennt die Zeichen der vollkommenen Erschöpfung ebenfalls.

„Vielleicht lieber etwas Erholsameres“, antwortet er.

Dann vielleicht eines der neuen Unterwasserhotels, schlägt sie vor, dimmt das Licht und der Raum wird vom Geräusch rauschender Wellen erfüllt. Das Hologramm einer traumhaften Meereslandschaft erscheint durch die Panoramafenster des Raumes unter dem kristallklaren Meer der Fidschi-Inseln.

TOM durchstöbert Urlaubsmöglichkeiten
TOM testet virtuell ein Hotelzimmer

In den folgenden 20 Minuten sendet Siri einen virtuellen Media-Stream mit einer Fülle von inspirierenden Bildern, Worten, Geräuschen und Preisen an seinen Glyph TV der dritten Generation, um seine Reiselust zu wecken.

Zu guter letzt lässt ihn das atemberaubende Bild eines der neuen Weltraumhotels in einer niedrigen Umlaufbahn über der atemberaubend schönen, blau-grünen Erdkrümmung aufblicken. „Das ist es“, murmelt er.

„Buch mir einen Platz, Siri.“

Weltraumhotel
Weltraumhotel

„TOM ist fiktiv aber die obengenannten Technologien sind entweder real, werden derzeitig erprobt oder sind laufende Neuproduktentwicklungen“, sagt der Mitbegründer des Future Laboratory Martin Raymond, der diesen Bericht zusammen mit Skyscanner verfasste.

Unsere Recherchen und Interviews mit verschiedenen Experten kommen zu dem Ergebnis, dass die Ära der zeitraubenden Internet-Reisesuche, Recherche und Buchungen auf mehreren Webseiten in 10 Jahren längst der Vergangenheit angehört.

Filip Filipov, Leiter der Skyscanners Business to Business (B2B) - Abteilung, sagt: „Die nahe Zukunft wird einen Wechsel zu semantischen, standortbezogenen Anwendungen, die mit Big Data (Datensätze, die so gross sind, dass sie nicht einfach verwaltet und erfasst werden können und es einfallsreichen Methoden bedarf, um diese Datenmengen zu visualisieren) arbeiten und dem Reisenden zur freien Verfügung stehen, bringen.“

Google Glass

„In den kommenden fünf Jahren werden Gadgets wie Google Glasses auf diese Technologien aufbauen und wir werden einen deutlichen Entwicklungssprung in verschiedenen Bereichen der Technologie erfahren.

Zum Beispiel in der Art und Weise, wie wir mit Fremdsprachen umgehen oder Restaurants auswählen, besonders vor dem Hintergrund der immer und überall zugänglichen Intelligenz der Masse im Internet.“

Es ist verständlich, dass man Prognosen über den Einfluss neuer Technologien auf die Reiseindustrie der 2020er Jahre skeptisch und mit gerunzelter Stirn verfolgt. Es ist nicht einfach, vorauszusagen, welche Geräte erfolgreich sein und welche einfach wieder verschwinden werden.

„Wer hätte etwa vor zehn Jahren voraussagen können, dass es heute die Norm ist, vie Skype oder dem Handy mit Freunden aus dem Urlaub zu kommunizieren anstatt eine Postkarte zu verschicken. Oder auch, dass man seinen Urlaub heute eher auf einer Webseite als aus einer Broschüre im Reisebüro bucht“, fragt Filipov.

Die explosionsartige Verbreitung des Internets und der damit verbunden Technologien haben seit dem Beginn des Jahrhunderts fast jeden Bereich menschlichen Bestrebens durcheinandergebracht und die Art und Weise, wie wir reisen, planen, buchen und erleben verändert.

Dennoch ist Filipov davon überzeugt, dass diese technologische Revolution noch in den Kinderschuhen steckt. „Wir stehen erst am Anfang einer Reise, die uns die Personalisierung von Inhalt und Fortschritte in Bereichen wie z.B. künstlicher Intelligenz bringt und die Art und Weise, wie wir unseren Urlaub planen und buchen, erneut verändern wird“, prognostiziert er.

„Reisedienstleister wie Skyscanner werden semantische und intuitive Tools zur Verfügung stellen, welche die Vorlieben des Reisenden kennen. Ob er regelmäßig auf Geschäftsreise geht, dass er immer nur Handgepäck mit sich führt oder aber auch, dass er immer nur in der Premiumklasse fliegen und Vier-Sterne-Hotels in unmittelbarer Umgebung des Konferenzzentrums bucht.“

Laptop

„Die Buchung des Sommerurlaubs wird ebenso einfach, wenn diese Tools bereits wissen, dass Sie am liebsten in die Sonne aber nicht länger als sieben Stunden fliegen möchten, dass Sie mindestens zwei Koffer mitnehmen werden und Hotels mit Fitnessstudio in unmittelbarer Nähe eines Strandes lieben.“

„Mitte des nächsten Jahrzehnts werden Reisewebseiten fast unaufgefordert personalisierte Inspirationen an die diversen digitalen Geräte in Ihrem Haushalt senden.“

„Stellen Sie sich eine Reisewelt vor, in der der Reisende an erster Stelle steht und die verschiedenen Technologien so zusammenarbeiten, dass Sie Ihnen ein intuitives, reichhaltiges und inspirierendes Erlebnis bieten.“

Das ist die Welt, die der Bericht „Skyscanner - Das Reisen der Zukunft“ besucht und dabei eine Reihe von Technologien vorstellt, die sich dereit in der Entwicklung befinden und die globale Reiseindustrie in Zukunft verändern werden.

Teil 1: Planung und Buchung
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Eine Reiselandschaft in den 2020er Jahren

Um die Reise eines Reisenden in den 2020er Jahren zu verstehen, müssen wir uns mit den technischen, ökonomischen und sozialen Kräften, die die globale Reiseindustrie in den nächsten zehn Jahren verändern werden, auseinandersetzen.

Der wahrscheinlich weitreichendste Faktor ist das Wachstum zur Erlangung digitalen Reife. Cyberspace und die mit ihm verbundenen Technologien sind 2014 schon nicht mehr neu und überraschend. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Lebens.

464 Millionen Chinesen, also 34.5% der Gesamtbevölkerung Chinas greifen laut dem China Internet Network Information Center mit dem Handy oder anderen mobilen Geräten auf das Internet zu. Den größten Bevölkerungszuwachs wird Asien in der Mittelschicht erleben, die sich laut der US-Denkfabrik Brookings Institution bis 2020 auf 1.7 Milliarden verdreifachen wird. Darüber hinaus wird deren Kaufkraft das globale Verhalten und die Meinungen im Zusammenhang mit digitalen Technologien stark beeinflussen.

Im Jahre 2024 werden der Zugang zum Internet und die Geräte, die diesen Zugang ermöglichen, genauso alltäglich erscheinen wie elektrisches Licht oder Zentralheizungen heute. Die Technologie wird lückenlos in den Alltag des Reisenden in Industrie- und Entwicklungsländern integriert sein. Laut Cisco Systems wird es 2020 rund 50 Milliarden Geräte geben, die auf das Internet zugreifen.

Gleichzeitig wird es einen explosionsartigen Anstieg von Reisen aus den neuen Schwellenländern in den einzelnen Regionen der aufblühenden Märkte Asiens, Südamerikas und Afrikas geben, da die Kaufkraft der dortigen Verbraucher stark ansteigt.

Laut der Boston Consulting Group wird Asien, die größte und am schnellsten wachsende Regionalwirtschaft, sein Bruttoinlandsprodukt auf 67 Billionen US-Dollar verdoppeln und weit über den gemeinsamen Bruttoinlandsproduktprognosen Europas und Amerikas liegen.

Millionen Reisende aus den aufblühenden Märkten leiten eine Ära der globalen Mobilität ein und die globale Reiseindustrie, sowie die Nachfrage an Reisemöglichkeiten werden im nächsten Jahrzehnt sehr schnell wachsen.

Das World Travel & Tourism Council prognostizierte einen Zuwachs an Reisen um 3,2%. Damit übersteigt der Zuwachs an Reisetätigkeit den prognostizierten Anstieg des weltweiten BIP von 2,4% weit. Dieser Unterschied zeigte sich 2012 noch stärker, als China und Südafrika eine 7-prozentige und Indonesien eine 6-prozentige jährliche Reisezunahme vermeldeten.

Die finanzielle Überschwänglichkeit der aufblühenden Märkte ist ein notwendiges globales Gegenmittel gegen die anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen. Das Reiseverhalten der schrumpfenden Märkte wird d– die Wirtschaften in Europa und den Vereinigten Staaten, deren Wachstum in den letzten fünf Jahren aufgrund von Verschuldungen und Sparmaßnahmen zurückgegangen ist - beeinflusst.

Der weltweite Travel Trends Report 2012/2013 der IPK International besagt: „Eine zunehmende Anzahl dieser Länder kann seine Schulden nicht begleichen. Die Schuldenkrise hat noch kein Ende gefunden und die daraus resultierenden negativen Einflüsse auf das Reiseverhalten, die sogenannte abwärts gerichtete Mobilität in Westeuropa, den USA und Japan kann dabei nicht ausgeklammert werden.“

Der soziale Faktor ist ebenfalls bei der Betrachtung der weltweiten Reiseindustrie in den 2020er Jahren zu beachten. Dabei stellt der demografische Wandel eine tickende Zeitbombe dar, denn die Weltbevölkerung altert so schnell wie nie zuvor.

Im zurückliegenden Jahrhundert ist die Sterblichkeitsrate so stark zurückgegangen wie nie zuvor und gleichzeitig stieg die Lebenserwartung laut der Vereinten Nationen (UN) weltweit von 47 (1950-1955) auf 69 Jahre (2005-2010) an.

Gab es 1950 noch etwa doppelt so viele Kinder unter 15 Jahren als Erwachsene über 60 so wird die Zahl der Erwachsenen über 60 im Jahr 2050 die Zahl der Kinder im Verhältnis 2:1 überwiegen.

Nicht zuletzt deshalb kann unser Reisender 2024 in einer Welt reisen, in der die Nachfrage nach neuen Erlebnissen der aufblühenden Märkte aufgewogen, wird durch die finanzielle Vorsicht der sich noch erholenden Schrumpfmärkte Europas und der Vereinigten Staaten.

Außerdem wird es eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Teile der Reise, von der Recherche und Buchung bis hin zum Transfer und Flug, mit der aktuellsten Technologie vorgenommen werden und alles einwandfrei funktioniert.




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Forschungsmethoden

Dieser Skyscanner-Bericht wurde von einem 56-köpfigen Team aus Editoren, Forschern und Futurologen in wichtigen internationalen Städten erarbeitet, um ein genaues Bild der bahnbrechenden Technologien und aufregenden neuen Reiseziele der Reiseindustrie der 2020er Jahre zu erstellen. Zusätzlich wurden bestehende Publikationen, Unternehmensberichte, Zitate und Dokumente aus Print- und Onlinequellen analysiert und ausgewertet.

Die Experten

Wir haben die Reisetechnologien und -verhalten der nahen Zukunft mithilfe des Wissens weltbekannter Experten, wie zum Beispiel des Futurologen Daniel Burrus, dem Autor von „Technotrends: 24 Technologien, die unser Leben revolutionieren werden“ und Reisefuturologen Dr. Ian Yeoman, untersucht.

Wir haben auch auf die Hintergrundlektionen von Digitalstratege Daljit Singh, von Microsoft GB Chief Envisioning Officer, Dave Coplin, vom künstlerischen Direktor des Google Creative Lab, Steve Vranakis, vom Professor der Kybernetik an der Universität Reading, Kevin Warwick sowie von Martin Raymond, dem Mitbegründer des Future Laboratory und Autor der Bücher „CreATE“, „The Tomorrow People“ und „Trend Forecaster's Handbook“ zurückgegriffen.

Bei Skyscanner haben wir mit den folgenden Experten gesprochen und sie, wo möglich, direkt im Bericht zitiert: Vorstandsvorsitzende Margaret Rice-Jones, Generaldirektor und Mitgründer Gareth Williams, technischer Leiter Alistair Hann, Firmenkundengeschäftsleiter Filip Filipov, Direktor der Hotelabteilung Nik Gupta und Produktmarketing Manager Dug Campbell.

Zusammen mit allem obengenannten verwendeten wir auch noch das Online-Netzwerk LS:N Global des Future Laboratory und die Ergebnisse der jährlichen Zukunftsberichte des Future Laboratory über Reise, Technologie, Ernährung und Gastfreundschaft.




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Das Reisen der Zukunft - Teil 1 PDF (2.5Mb)


Das Reisen der Zukunft - Teil 2 PDF (2.5Mb)







Das Reisen der Zukunft - Teil 3 PDF (2.5Mb)







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Kontakt

Für weitere Informationen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte an:

Thomas Homolka

thomas.homolka@skyscanner.de

+44(0)131 252 5557

Weitere Informationen zu Skyscanner finden Sie unter : www.skyscanner.de

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