Uhr als digitaler Reisevermitler

Teil 1: Planung und Buchung

Inspiration, Reiseplanung und Buchung in den 2020er-Jahren

Uhr als digitaler Reisevermitler

In einem Jahrzehnt

wird allen Reisenden eine Reihe von verblüffenden digitalen Technologien der nächsten Generation zur Verfügung stehen. Diese werden die Reiseplanung und -buchung zu einem reibungslosen und intuitiven Erlebnis machen.

Skyscanners CEO und Mitbegründer Gareth Williams drückt es so aus:

„In Zukunft wird man Reisen so einfach suchen und buchen können, wie man heute ein Buch auf Amazon erwirbt.“

In diesem ersten Teil der drei-teiligen Serie Skyscanner – Das Reisen der Zukunft befassen wir uns mit tragbaren KI-Geräten, virtueller Realität, haptischen Webseiten, die eine taktile Rückmeldung bei Berührung durch den Benutzer geben und semantischen Suchmaschinen, von denen unsere Experten sagen, dass sie die Reiselandschaft im Jahre 2024 revolutionieren werden.

Uhr als digitaler Reisevermitler

Digitale Reisebegleiter

Die Zeiten,

in denen TOM (Traveller of the Milenium) stundenlang vor dem Internet saßen und auf seiner Tastatur herumtippten, um Preise für Flüge, Hotels und Mietwagen auf den verschiedensten Webseiten zu vergleichen, sind längst vorbei.

In den Nuller Jahren entstand eine Reihe von Vergleichsportalen, die den Stress bei der Reiseplanung und -buchung lindern sollten. Im Jahr 2024 hat unser Reisender einen neuen Freund, der ihm die Reisesuche und -buchung erleichtert: seinen digitalen Reisebegleiter.

Der globale Futurologe Daniel Burrus, Autor des Buches Technotrends: 24 Technologien, die unser Leben revolutionieren werden, beschreibt den Hightech-Begleiter unseres Reisenden wie folgt:

„In den 2020er Jahren hat jeder von uns einen elektronischen Agenten, der sich in unserer Armbanduhr oder in einem Schmuckstück befindet und uns überall hin begleitet“, prognostiziert Burrus.

„Es ist ein Gerät mit künstlicher Intelligenz, das permanent mit dem Internet verbunden ist und unsere individuellen Vorlieben kennt.“

„Er könnte das Gesicht, die Stimme oder die Persönlichkeit unseres Lieblingsschauspielers oder -komödianten haben und als dreidimensionales Hologramm oder in einer virtuellen Realität auf unseren Zuruf erscheinen.“

„Der Digital Travel Buddy wird unsere Reiseerfahrungen individualisieren, indem er unsere Reisepläne anhand unserer Vorlieben und Abneigungen zusammenstellt und uns als Reiseleiter nur die für uns interessanten Informationen vorträgt.“

„Reiseanbieter werden individualisierte elektronische Agenten als Teil des Urlaubspakets vermieten. Kunden stehen im ständigen Kontakt mit ihrem Reiseanbieter, um ihren Urlaub in Echtzeit abzustimmen und eventuelle Probleme zu beseitigen.“

TOM wird veranschaulicht durch eine Auswahl an Urlaubsaktivitäten

Der digitale Reisebegleiter unseres Reisenden entstand aus neuen Technologien, die sich schon heute in der Entwicklung befinden.

Desti, die sprechende Reiseanwendung des Forschungsinstituts SRI International, das auch das Siri-System von Apple entwickelt hat, wurde aus dieser Technologie geboren. Es weißt den Weg in eine Zukunft, in der unsere mobilen Geräte aus ihrem Umgang mit uns lernen.

Die Anwendung sucht anhand von Vorlieben und früheren Suchanfragen des Nutzers relevante Reiseberichte und Kommentare. So findet die Anwendung für Reisende mit Familie zum Beispiel eine Auswahl an familienfreundlichen Hotels am gewünschten Zielort.

Andere Technologie-Unternehmen stellen interaktive Geräte her, die im Umgang mehr an einen Freund, denn an eine Maschine erinnern. Laut Projektleiter Luc Julia überwacht das in Südkorea von Samsung hergestellte interaktive KI-System - SAMI - Lifestyle und Gesundheitsbedürfnisse des Nutzers mithilfe von Daten, die von 1.5 Milliarden Smartphones, Tablets und anderen mobilen Geräten aus dem Jahr 2020 aufgezeichnet werden.

Geräte, die mit uns kommunizieren und unsere gesprochenen Antworten sowie unsere Gesichtszüge verstehen, befinden sich derzeit bereits in der Entwicklungsphase. Microsoft verfügt über Cortona, einen stimmenaktivierten persönlichen Assistenten, der als menschliche Schnittstelle zu E-Mail und Suchfunktionen der Marke dienen soll.

TOM interagiert mit seinem Digitalen Reisebegleiter

„Er wird durch die fortschrittliche, fast an Magie

grenzende Intelligenz in unserer Cloud stark individualisiert. Diese wird als intelligentes System mit der Zeit mehr und mehr über Menschen und die Welt lernen“, sagt der ehemalige CEO und derzeitige Vorsitzender des Verwaltungsrates von Microsoft Steve Ballmer.

Darüber hinaus scannt es unsere Suchanfragen im Internet, referiert unsere Urlaubs-, Essens-, Reise- und Hotelsuchen und bietet mithilfe von Vorhersagealgorithmen individuelle Vorschläge an, die unserer Preisklasse, unserem Alter und Geschlecht sowie unseren Urlaubsansprüchen entsprechen.

Der Mitbegründer des Future Laboratory Martin Raymond prognostiziert: „Wir sind daran gewöhnt, dass Amazon und Google uns Produktvorschläge zeigen. Bald schon werden solche Vorhersageanwendungen detaillierte Reisepläne wie unser persönlicher, erstklassiger digitaler Reisemakler zusammenstellen.“

„Mithilfe der persönlichen Daten, die wir in sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter, Mixi, Sina Weibo, Cyworld, Kaixin001, Orkut, Vine und Instagram posten, wird er individuelle, persönliche und überraschende Reisepläne zusammenstellen mit allem was das Herz begehrt. Von kulinarischen Reisen bis hin zu Führungen durch Regionen, in denen wir am wahscheinlichsten Gleichgesinnte finden.“

Die unaufhaltsame Entwicklung des digitalen Reisebegleiters ist allgegenwärtig. Die russische Marke i-Free hat ein KI-System entwickelt, das die Frage eines Nutzers analysiert und im Bruchteil einer Sekunde eine angemessene, gesprochene Antwort gibt. Somit kann der Bio-Roboter sinnvolle, aufeinanderfolgende Fragen beantworten und Gespräche führen.

Die von Intel entwickelte RealSense 3D Kamera ist ein Beispiel für Technologien, die in den 2020er Jahren menschliche Emotionen erkennen und auf sie reagieren können. Die Kamera wurde entworfen, um die Stimmung der Nutzer durch Gesichtsausdrücke und Körperhaltung zu erfassen, zu verstehen und auf umgangssprachliche Anweisungen zu reagieren.

Facebooks Artificial Intelligence Unit, die im Oktober 2013 gegründet wurde, arbeitet auch an einem Spracherkennungssystem. „Das Ziel ist die Verwendung von künstlicher Intelligenz, um geteilte Inhalte zu verstehen und neue Erkenntnisse über die Welt zu schaffen und Fragen zu beantworten“, sagt CEO Mark Zuckerberg.

„Mit der Zeit wird es möglich sein, Programme zu entwerfen, deren Handhabung intuitiver geschieht und die mehr Probleme als heutige Technologien bewältigen können“, ist sich Zuckerberg sicher.

Ebenso wie das „Gehirn“ des digitalen Reisebegleiters unseres Reisenden (TOM) der frühen 2020er Jahre aus verschiedenen Software-Systemen besteht, wird auch der tragbare „Körper“ aus einer Reihe von miteinander verbundenen, kleinformatigen Geräten kombiniert sein.

Die erste Generation solcher Geräte hat schon heute auf dem Markt Fuß gefasst. Laut dem Marktforschungsunternehmen ABI Research werden die Verkaufszahlen von tragbaren Geräten, wie Armbanduhren mit Smartphone-Funktionen, einschließlich der Smartwatch von Sony und dem Samsung Galaxy Gear bis 2018 auf 485 Millionen ansteigen.

Laut IMS Research wird Google bis zum Jahr 2016 circa 6,6 Millionen von der mit einer Videokamera kombinierten Smart-Brille „Google Glass“ verkaufen und das Produkt wird dann für jedermann erhältlich sein.

In den 2020er Jahren werden tragbare Geräte jedoch viel kleiner, schneller und funktionsreicher sein, sodass der virtuelle Reisebegleiter zur praktischen Realität wird.

TOM trägt eine Helmkamera beim Fahrradfahren

Im Jahre 2017 werden wir von sieben Nanometer (die Breite von 15-20 Atomen) großen Mikrochips betriebene Geräte im Körper tragen, die laut Intel-Präsident Renée James „alle Bereiche unseres Lebens verändern werden.“

„Die Miniaturisierung der Technologie“, sagt Raymond, „wird eine völlig neue Welt der Möglichkeiten eröffnen, denn wir werden tragbare Technologie mit nahezu unsichtbarer Technologie kombinieren. Wenn sie mit Kindern verreisen, verwenden Eltern schon heute Tracker, Mobilfunkgeräte und immer häufiger auch Marken, die in der Kleidung und sogar unter der Haut angebracht werden können und die den genauen Standort der Kinder kennen. Zudem gibt es auch Retina-Kameras, die so klein sind, dass man sie an jeder Brille anbringen kann und die Google Glass nicht ähnlich sehen. Sie können damit nicht nur Ihre Kinder im Auge behalten, sondern auch deren Urlaub miterleben oder die Welt aus ihren Augen sehen.“

Die Möglichkeit, ein Ziel aus durch einer anderen ferngesteuerte Person selbst von zu Hause aus mitzuerleben, erfreut sich in Melbourne bereits großer Beliebtheit. Touristen und Reiseleiter tragen in diesem Fall spezielle Kamerahelme während sie die Stadt erkunden. Gleichzeit kann sich der Tourist zu Hause alles ganz gemütlich von seinem Sessel aus ansehen und seinem Pendant vor Ort vorschlagen, ob er zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein soll. „Es ist zwar nicht genau das Gleiche, wie es vor Ort zu erleben, aber es gibt ihnen immerhin eine Vorstellung die sie vorschlagen, sollten zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad. „Es ist zwar nicht ganz dasselbe aber es gibt ihnen immerhin eine Vorstellung davon wie tragbare Technologien in Zukunft genutzt werden können“, so Raymond.

Apple entwickelt gerade eine Smartuhr der nächsten Generation, natürlich heißt sie iWatch. Sie hat ein Hologramm-Display, Internetzugang, Stadtstrukturen, schematische Geländepläne, 3D-Ausführungen verschiedener Orte und findet für ihren Besitzer den schnellsten Weg durch einen Flughafen.

Kontaktlinsen

Die Miniaturisierung von mobilen Geräten wird mit derzeitigen Neuerungen, wie z.B. den mikroskopisch kleinen biegsamen Schaltkreisen, die von der eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entwickelt wurden, neuen Schwung erhalten.

Diese Schaltkreise haben lediglich 1/60 des Durchmessers eines menschlichen Haares, können an einer Kontaktlinse befestigt werden und sind wohl schon gegen Ende des Jahrzehntes für jedermann erhältlich. All das wird den Zugriff auf dieser sogenannten BodyTech oder BuddyTech erleichtern.

Kontaktlinsen

Skyscanners Technischer Leiter Alister Hann prognostiziert, dass Reisende mit dem Aufkommen des digitalen Reisebegleiters nicht nur den Planungs- und Buchungsprozess, sondern auch das Reisen selbst ganz neu erleben werden.

„Stellen Sie sich vor, Sie tragen ein Gerät, dass es Ihnen ermöglicht, zu verstehen, was Ihr Taxifahrer Ihnen auf Chinesisch erzählt“, stellt Hann in Aussicht.

„Oder ein Gerät, dass Ihnen die Speisekarte im Restaurant in Sekundenschnelle vom Russischen ins Deutsche übersetzt? Die Möglichkeiten dieser Technologien sind grenzenlos. Man braucht sich vor dem Reisen nicht mehr zu fürchten.“

Immer wieder werden bahnbrechende neue Technologien versprochen, deren Markteinführung sich dann doch des Öfteren verzögert.

Der Reisefuturologe und außerordentliche Professor an der Victoria University in Wellington, Dr. Ian Yeoman, ist zuversichtlich, dass tragbare Geräte Ende dieses Jahrzehnts auf dem Massenmarkt erhältlich sein werden.

„Entwicklungen wie Google Glass werden auf dem Markt innerhalb der nächsten 18 Monate vollständig etabliert sein. In den nächsten fünf Jahren wird man alles, was man jetzt mit Google Glass machen kann, auch auf Kontaktlinsen übertragen“, ist sich Yeoman sicher.

Fish
Tom sitzt am See

Virtuell wird zur Realität

Ein einfacher Sprachbefehl vom heimischen Sofa aktiviert die Reiseplanung unseres Reisenden aus dem Jahre 2024. Er murmelt zu sich selbst „Ich brauche einfach nur Urlaub“, und schon wird sein digitaler Reisebegleiter aktiv.

Sein tragbares KI-System verbindet ihn mit dem Internet und einer Reihe von Webseiten, auf denen man alles vor dem Kauf ausprobieren kann. Unser Reisender sieht verschiedene virtuelle Sehenswürdigkeiten, hört Geräusche und probiert die Landschaften verschiedener Reisepakete.

Reiselustig und aufgeregt macht er einen dreidimensionalen, multisensorischen Spaziergang an einem costa-ricanischen Strand, eine Wanderung in den schneebedeckten Anden und einen Tauchgang am Great Barrier Reef.

Monkey
Einblicke in den Dschungel durch ein Gerät der virtuellen Realität

„Virtuelle Realität wird das Reisen nicht ersetzen, wie es so oft in Sci-Fi Filmen dargestellt wird“, sagt Technologie-Futurist Daniel Burrus.

„Es wird zum neuen Ausstellungsraum - ein fantastischer dreidimensionaler Vorgeschmack eines Ortes, der den Reisenden magisch anziehen wird.“

Die Technologie dieser Vision gibt es bereits im Jahr 2014. Mit einem CGI-Gerät der Marke 3RD Planet kann der Nutzer schon heute einen realistischen virtuellen Stadtspaziergang machen.

Ein Forschungsteam der University of North Carolina hat eine virtuelle Darstellung einer Menschenansammlung vor der St. Paul's Kathedrale im London des Jahres 1622 nachgestellt. Sie ermöglicht es dem Besucher seinen Standpunkt nach Belieben zu verändern.

Das neue Oculus Rift VR Headset des US-amerikanischen Start-up-Unternehmens Oculus VR ist der Vorgänger der virtuellen Geräte, die unser Reisender zu Hause verwendet, wenn er sich die dreidimensionalen Urlaubsszenarien ansieht.

Das Headset - das wie eine Skibrille aussieht - kombiniert Smartphone-Technologie mit Bewegungsmeldern, um ein IMAX-artiges Erlebnis zu schaffen. Genau wie Projektoren Bilder auf eine Leinwand projizieren, werden sie hier auf die Netzhaut projiziert.

Ein anderes virtuell-reales Headset, das von einem Team an der Technischen Universität Wien entworfen wurde, ermöglicht es dem Nutzer, durch ein endloses Labyrinth zu wandern. Das spannende dabei, in der Realität läuft der Nutzer lediglich in einem kleinen Zimmer im Kreis. Laut der Zeitschrift New Scientist fügen die Forscher dem Headset noch Bewegungs- und Näherungssensoren hinzu, sodass mehre Personen dieses Labyrinth gleichzeitig besuchen können, ohne zusammenzustoßen.

Andere Entwicklungen fügen der virtuellen Realität durch haptische Technologien einen weiteren Sinneseindruck hinzu: den Tastsinn.

Disney hat ein neues Interface mit dem Namen REVEL entwickelt, das taktile Rückmeldungen durch Vibrationen von virtuellen 3D-Objekten gibt. Das System ermöglicht es dem Nutzer Mondkrater, Kaktusstacheln oder die Oberfläche eines zerbrechlichen Objekts zu fühlen. Der japanische öffentlich-rechtliche Sender NHK erprobt gerade ein ähnliches System. Es ermöglicht dem Zuschauer Oberflächen und Strukturen von Objekten, wie zum Beispiel Sand, Meer und Laub auf dem Bildschirm zu fühlen. Gleichzeitig arbeitet der Forscher Masahi Nakatani im Tachi Lab in Japan am haptischen TECHTILE Toolkit, mit dem Geräusche in fühlbare Strukturen umgewandelt werden können.

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Sonne auf Ihrer Hand fühlen“, sagt Martin Raymond vom Future Laboratory. „Mit Software wie TECHTILE, die Schallwellen in tastbare Empfindungen umwandelt, können Sie das Geräusch eines Gamelan in Bali oder die Gebetsfahnen in Tibet und Bhutan fühlen.“

Laut dem Direktor von IBM Research Retail Analytics, Robyn Schwartz, wird es bis zum Jahre 2020 ähnliche schwingungsbasierte, haptische Verfahren geben, die ermöglichen Wolle, Seide oder Baumwolle auf dem Tablet vor dem Kauf zu fühlen. Im nächsten Jahrzehnt werden Reisende ähnliche Technologien verwenden, um den Sand eines weit entfernten Strandes zwischen ihren Zehen zu fühlen.

TOM macht zu Hause eine Tour durch die virtuelle Realität

„In zehn Jahren wird der Reisende sich sein Hotel virtuell ansehen können, bevor er es bucht“, blickt Nik Gupta, Direktor der Hotelabteilung bei Skyscanner voraus.

TOM macht zu Hause eine Tour durch die virtuelle Realität

„Er wird den Zimmermädchen bei der Reinigung seines Hotelzimmers und den Köchen bei der Zubereitung seines Lieblingsessens zusehen können. Es wird zu einem unglaublich wichtigen Tool, um das Vertrauen zwischen dem Reisenden und den Reiseanbieter aufzubauen.“

TOM findet mithilfe der erholsamen und gleichzeitig aufregenden Tour durch die virtuelle Realität verschiedener Reiseszenarien exakt das was er möchte. Er weiss, ob er eine Städtereise, eine Bergwanderung oder eine Reise zu einem exotischen Strand bevorzugt.

Sein digitaler Reisebegleiter reagiert auf diese Entscheidung und leitet die nächste Phase ein: die aktive Suche, Planung und Buchung seiner individuellen Traumreise.

TOM plant mit Geräten der semantischen Suche seinen Urlaub

Semantische Suche

Darüber hinaus verwendet TOM die leistungsstarken semantischen Suchfunktionen, die führende Reiseanbieter im nächsten Jahrzehnt anbieten werden.

Mithilfe seines digitalen Reisebegleiters, der seine persönliche Vorlieben vom Lieblingsessen und Fitnessprogramm bis hin zum Lieblingsmuster auf seinem Bettbezug übermittelt, verwendet er gesten- und sprachgesteuerte Befehle, um im Big Data nach seinem Traumurlaub zu suchen.

Es ist ein On-Stop-Shopping-Erlebnis, bei dem alle Aspekte der Reise recherchiert, beachtet und gebucht werden. Stefan Rust, CEO von Exicon, sagt: „In naher Zukunft wird man mit all-umfassenden Anwendungen auf dem Handy ein Service-Komplett-Paket erhalten - die gesammelten Daten der Fluggesellschaften, Flughäfen, Hotels und Bodentransportsysteme sind jeweils einzelne Bestandteile des Gesamterlebnisses.“

„Sie können Ihre Flüge vor dem Abflug recherchieren, buchen und den Transport vor Ort organisieren. Am Flughafen werden Sie durch die Abflughalle geleitet, sie erhalten Informationen, wo Sie einchecken müssen, können Ihr Gepäck verfolgen, Geld wechseln, Ihre Ankunft planen, ein Hotel und einen Mietwagen buchen und Informationen über den Ankunftsort abfragen.“

Technologie und Online-Unternehmen entwickeln rasant neue intuitive Lösungen, um das Internet zu durchsuchen.

Nutzer werden erwarten, dass ihre Vorlieben und Filter gespeichert werden und es den Firmen erlauben, Daten aus sozialen Netzwerken, Suchhistorien und sogar E-Mails zu durchsuchen, um damit ein intimeres und umfassenderes Bild ihrer Bedürfnisse, Vorlieben und ihres zukünftigen Verhaltens zeichnen.

TOM plant mit Geräten der semantischen Suche seinen Urlaub

Die Vorstandsvorsitzende von Skyscanner, Margaret Rice-Jones, glaubt, dass diese Technologie es den Unternehmen ermöglichen wird, Daten aus sozialen Netzwerken oder Ratschläge aus dem sozialen Umfeld einer Person zu verwenden, um ihr genaue und einfallsreiche Reisevorschläge zu unterbreiten.

„Reiseanbieter und soziale Netzwerke werden schon bald noch enger zusammenarbeiten“, ist sich Rice-Jones sicher.

Bis zum Jahre 2024 wird diese Methode noch weiter entwickelt werden. Software wird die Gesichtsausdrücke lesen und auf eine Datenbank mit den Vorlieben einer Person zugreifen können.

Das Technik-Unternehmen Affectiva entwickelt einen Codierungsalgorithmus mit dessen Hilfe Suchmaschinen Gesichtsausdrücke lesen und somit feststellen können, ob dem Nutzer die Ergebnisse ge- oder missfallen. Die neue Wissensmaschine Nara verwendet Konzepte der Neurowissenschaft, um das Denkmuster des menschlichen Gehirns nachzuvollziehen, zu verstehen und somit eine digitale Datenbank der Vorlieben und Abneigungen des Nutzers zu erstellen.

Facebook arbeitet an sprachgesteuerten Tools. Der Graph Search zum Beispiel antwortet auf Fragen in umgangssprachlichem und sogar grammatikalisch inkorrektem Englisch und unterbreitet intuitiv Vorschläge, die auf Daten aus dem sozialen Netzwerk beruhen.

Diese Tools werden automatisch die riesige Anzahl der persönlichen Informationen eines Nutzers durchsuchen, um sicherzustellen, dass die Reisesuchergebnisse seinen Vorstellungen und Wünschen entsprechen.

Laut der Amadeus IT Group wird Big Data eine zentrale Rolle in der Evolution der Reiseindustrie spielen. „Es ist wahrscheinlich eine der einflussreichsten Initiativen seit dem Online-Reservierungssystem,“ so die Amateus IT Group.

Dem stimmt jedoch nicht jeder zu. Technologiespezialisten, wie die Vizepräsidentin des Produktmanagements von Scribe Software, Betsy Bilhorn, empfinden das Thema Big Data als überbewertet. Sie gehen vielmehr davon aus, dass es durch den Informationsüberfluss eher Verwirrung entsteht, als eine klare Übersicht über die Bedürfnisse des Nutzers bereitzustellen.

TOM wählt unter ausgewählten personalisierten Urlaubspaketen aus

Martin Raymond, der für das Future Laboratory tätig ist, hebt hervor:

„Nicht nur die technologische Entwicklung, sondern auch der Verbraucher wird zukünftige Technologien beeinflussen.“

„Aus unseren Umfragen mit Pre-Teens, der sogenannten Generation I (interaktive Generation) und ihren älteren Geschwistern, der sogenannten Generation D (digital) hat sich ergeben, dass nur wenige sich vor den sogenannten Big Friendly Data fürchten. Ganz im Gegenteil, der überwiegende Teil heißt die Entwicklung sehr willkommen, da sie es vereinfacht, mit seinem sozialen Umfeld im Kontakt zu bleiben.“

TOM wird 2024 davon ausgehen, dass die online Suchsoftware mit ihm kommuniziert und seine Reaktionen und Emotionen einschätzen kann, um seine Reisebedürfnisse zu erfassen.

Wie der Reisefuturologe Dr. Ian Yeoman sagt: „Unsere Kinder werden es als ganz natürlich empfinden, in eine Maschine zu sprechen, die sie versteht, ohne etwas auf einer Tastatur oder einem Bildschirm einzutippen.

Spracherkennung mit intelligenten Agenten, die natürliche Sprache erfassen und aus der Erfahrung lernen wird zunehmend zu einer allgemein verfügbaren Technologie.“

In nur wenigen Minuten zeigt TOMs tragbares künstliches Intelligenzsystem ihm eine Auswahl von umfassenden Reisepaketen.

Nachdem er seine Wahl getroffen hat, bucht sein digitaler Reisebegleiter alle Tickets und wickelt den Zahlungsverkehr ab, indem er mit dem Softwaresystem des Reiseanbieters kommuniziert.

So wird Reiseplanung im Jahre 2024 aussehen. Der Urlaub wird ausprobiert, recherchiert und ganz intuitiv und reibungslos in weniger als einer Stunde gebucht ohne hierfür das Haus verlassen zu müssen.

Das wird unserem Reisenden ganz normal vorkommen. Martin Raymond sagt außerdem: „Reisende und Nutzer von heute stehen Online-Systemen, die über eine solche Menge an Informationen über ihre Gefühle und Gedanken verfügen, skeptisch gegenüber.“

„Teenager und Kinder unter 10 Jahren verstehen diese Aufregung nicht. Sie erwarten, dass Technologie benutzerfreundlich ist und ihnen Lösungen anbieten, bevor ein Problem überhaupt auftritt.“

TOM am Flughafen

Zusammenfassung

TOMs Buchung und Planung funktionieren unglaublich reibungslos und sind allumfassend und maßgeschneidert.

Ein digitaler Reisebegleiter, ein tragbares Gerät mit künstlicher Intelligenz sowie der aktuellsten sprach- und gestengesteuerten Technologie, durchsucht die Fülle an Informationen, um die perfekte Traumreise für ihn zu finden.

Die Reiseplanung wird durch Webseiten mit virtuellen und haptischen Funktionen angereichert, die es unserem Reisenden ermöglichen, sich eine Reihe von Orten bequem von zu Hause aus anzusehen, zu hören und fühlen.

Die Buchung findet schnell, einfach und stressfrei auf semantischen Webseiten statt. Dabei überzeugt vor allem, dass die Systeme die Vorlieben und Abneigungen des Nutzers aus früherem Internetverhalten und mündlichen Unterhaltungen erlernen können.

Teil 2: Reisen
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Eine Reiselandschaft in den 2020er Jahren

Um die Reise eines Reisenden in den 2020er Jahren zu verstehen, müssen wir uns mit den technischen, ökonomischen und sozialen Kräften, die die globale Reiseindustrie in den nächsten zehn Jahren verändern werden, auseinandersetzen.

Der wahrscheinlich weitreichendste Faktor ist das Wachstum zur Erlangung digitalen Reife. Cyberspace und die mit ihm verbundenen Technologien sind 2014 schon nicht mehr neu und überraschend. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Lebens.

464 Millionen Chinesen, also 34.5% der Gesamtbevölkerung Chinas greifen laut dem China Internet Network Information Center mit dem Handy oder anderen mobilen Geräten auf das Internet zu. Den größten Bevölkerungszuwachs wird Asien in der Mittelschicht erleben, die sich laut der US-Denkfabrik Brookings Institution bis 2020 auf 1.7 Milliarden verdreifachen wird. Darüber hinaus wird deren Kaufkraft das globale Verhalten und die Meinungen im Zusammenhang mit digitalen Technologien stark beeinflussen.

Im Jahre 2024 werden der Zugang zum Internet und die Geräte, die diesen Zugang ermöglichen, genauso alltäglich erscheinen wie elektrisches Licht oder Zentralheizungen heute. Die Technologie wird lückenlos in den Alltag des Reisenden in Industrie- und Entwicklungsländern integriert sein. Laut Cisco Systems wird es 2020 rund 50 Milliarden Geräte geben, die auf das Internet zugreifen.

Gleichzeitig wird es einen explosionsartigen Anstieg von Reisen aus den neuen Schwellenländern in den einzelnen Regionen der aufblühenden Märkte Asiens, Südamerikas und Afrikas geben, da die Kaufkraft der dortigen Verbraucher stark ansteigt.

Laut der Boston Consulting Group wird Asien, die größte und am schnellsten wachsende Regionalwirtschaft, sein Bruttoinlandsprodukt auf 67 Billionen US-Dollar verdoppeln und weit über den gemeinsamen Bruttoinlandsproduktprognosen Europas und Amerikas liegen.

Millionen Reisende aus den aufblühenden Märkten leiten eine Ära der globalen Mobilität ein und die globale Reiseindustrie, sowie die Nachfrage an Reisemöglichkeiten werden im nächsten Jahrzehnt sehr schnell wachsen.

Das World Travel & Tourism Council prognostizierte einen Zuwachs an Reisen um 3,2%. Damit übersteigt der Zuwachs an Reisetätigkeit den prognostizierten Anstieg des weltweiten BIP von 2,4% weit. Dieser Unterschied zeigte sich 2012 noch stärker, als China und Südafrika eine 7-prozentige und Indonesien eine 6-prozentige jährliche Reisezunahme vermeldeten.

Die finanzielle Überschwänglichkeit der aufblühenden Märkte ist ein notwendiges globales Gegenmittel gegen die anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen. Das Reiseverhalten der schrumpfenden Märkte wird d– die Wirtschaften in Europa und den Vereinigten Staaten, deren Wachstum in den letzten fünf Jahren aufgrund von Verschuldungen und Sparmaßnahmen zurückgegangen ist - beeinflusst.

Der weltweite Travel Trends Report 2012/2013 der IPK International besagt: „Eine zunehmende Anzahl dieser Länder kann seine Schulden nicht begleichen. Die Schuldenkrise hat noch kein Ende gefunden und die daraus resultierenden negativen Einflüsse auf das Reiseverhalten, die sogenannte abwärts gerichtete Mobilität in Westeuropa, den USA und Japan kann dabei nicht ausgeklammert werden.“

Der soziale Faktor ist ebenfalls bei der Betrachtung der weltweiten Reiseindustrie in den 2020er Jahren zu beachten. Dabei stellt der demografische Wandel eine tickende Zeitbombe dar, denn die Weltbevölkerung altert so schnell wie nie zuvor.

Im zurückliegenden Jahrhundert ist die Sterblichkeitsrate so stark zurückgegangen wie nie zuvor und gleichzeitig stieg die Lebenserwartung laut der Vereinten Nationen (UN) weltweit von 47 (1950-1955) auf 69 Jahre (2005-2010) an.

Gab es 1950 noch etwa doppelt so viele Kinder unter 15 Jahren als Erwachsene über 60 so wird die Zahl der Erwachsenen über 60 im Jahr 2050 die Zahl der Kinder im Verhältnis 2:1 überwiegen.

Nicht zuletzt deshalb kann unser Reisender 2024 in einer Welt reisen, in der die Nachfrage nach neuen Erlebnissen der aufblühenden Märkte aufgewogen, wird durch die finanzielle Vorsicht der sich noch erholenden Schrumpfmärkte Europas und der Vereinigten Staaten.

Außerdem wird es eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Teile der Reise, von der Recherche und Buchung bis hin zum Transfer und Flug, mit der aktuellsten Technologie vorgenommen werden und alles einwandfrei funktioniert.




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Forschungsmethoden

Dieser Skyscanner-Bericht wurde von einem 56-köpfigen Team aus Editoren, Forschern und Futurologen in wichtigen internationalen Städten erarbeitet, um ein genaues Bild der bahnbrechenden Technologien und aufregenden neuen Reiseziele der Reiseindustrie der 2020er Jahre zu erstellen. Zusätzlich wurden bestehende Publikationen, Unternehmensberichte, Zitate und Dokumente aus Print- und Onlinequellen analysiert und ausgewertet.

Die Experten

Wir haben die Reisetechnologien und -verhalten der nahen Zukunft mithilfe des Wissens weltbekannter Experten, wie zum Beispiel des Futurologen Daniel Burrus, dem Autor von „Technotrends: 24 Technologien, die unser Leben revolutionieren werden“ und Reisefuturologen Dr. Ian Yeoman, untersucht.

Wir haben auch auf die Hintergrundlektionen von Digitalstratege Daljit Singh, von Microsoft GB Chief Envisioning Officer, Dave Coplin, vom künstlerischen Direktor des Google Creative Lab, Steve Vranakis, vom Professor der Kybernetik an der Universität Reading, Kevin Warwick sowie von Martin Raymond, dem Mitbegründer des Future Laboratory und Autor der Bücher „CreATE“, „The Tomorrow People“ und „Trend Forecaster's Handbook“ zurückgegriffen.

Bei Skyscanner haben wir mit den folgenden Experten gesprochen und sie, wo möglich, direkt im Bericht zitiert: Vorstandsvorsitzende Margaret Rice-Jones, Generaldirektor und Mitgründer Gareth Williams, technischer Leiter Alistair Hann, Firmenkundengeschäftsleiter Filip Filipov, Direktor der Hotelabteilung Nik Gupta und Produktmarketing Manager Dug Campbell.

Zusammen mit allem obengenannten verwendeten wir auch noch das Online-Netzwerk LS:N Global des Future Laboratory und die Ergebnisse der jährlichen Zukunftsberichte des Future Laboratory über Reise, Technologie, Ernährung und Gastfreundschaft.




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